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Portrait Annett Goehre Tänzerin Annett Goehre

»Tanz ist universell. Es gibt nur zwei Arten von Tanz: guten und schlechten.«

Martha Graham

»Ein Leben ohne Tanz ist möglich, aber sinnlos.«

LORIOT

»Komik entsteht, wenn man Tragödien anschaut und dabei ein Auge zukneift.«

Eugène Ionesco

»Komik ist Tragik in Spiegelschrift.«

James Thurber

Videos

Trailer »Schwanengesang« im i-camp
Neues Theater München

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Ausschnitte aus »Goldfisch-Variationen«

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Zusammenschnitte von 2001-2011

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Kurzfilm „7a.m.“

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Choreographien

»Schwanengesang«
von Annett Göhre

Eine Geschichte über vergebliche Wünsche, ortho- pädische Glanzleistungen, aber auch über die poetische Kraft des Tanzes. Vielgestaltige Seelenlandschaften resümiert dieses kurzweilige Tanztheater, so dass das Bild einer zerrissenen Persönlichkeit entsteht, deren Leben im Hier und Jetzt nach Verortung sucht. Schwanengesang ist der Lebensbericht einer Bühnentänzerin, die nicht mehr tanzt. Sich selbst tritt sie mit Ernst, aber auch spöttisch und selbstironisch gegenüber. Tanzen ist für sie etwas, das sich nicht simulieren lässt. Wer wirklich tanzt, kann sich nicht verstellen. Die Choreografin inszeniert sich hier in zahlreichen autobiografischen Aussagen in doppeltem Sinne selbst. Der Körper wird zum Ort einer offenen Montage unterschiedlicher Selbstbilder, die auf kein endgültiges Ziel ausgerichtet sind. Was sie sagt, hängt davon ab, was sie tanzt. Wie sie es tanzt, hängt davon ab, wie sie es sagt. 239200 Tendus – ein störungsanfälliger Balanceakt zwischen Vergangenheit und Zukunft. Dabei entwickelt sich die Protagonistin im Laufe der Aufführung nicht spontan zu etwas, sondern wird von dem eingeholt, was sie bereits gewesen ist.

Zu den »Goldfisch-Variationen«
von Annett Göhre

Goldfischvariation Goldfischvariationen Photo von Ida Zenna

Ich beginne dort, wo alles endet, um es noch einmal zu beginnen. Dazwischen liegen 32 Tanz-Miniaturen; aus Klängen geformte Charaktere, die lieben, lachen, weinen und wüten. Caines Bearbeitungen, Kompositionen und Arrangements sind so gar nicht raum- und stofflos. Sie initiieren bei mir unweigerlich Bilder, Handlungen und Bewegungskonzepte, von denen einige zu einem sehr frühen Stadium der Vorbereitung in meinem Kopf ganz fertig waren, andere hingegen erst mit den Tänzern während des Probenprozesses entstanden sind. Choreographisch und auch optisch unterscheiden sich die Variationen, die sich sehr nahe an der Vorlage von Bach bewegen von denen, die musikalisch weiter ausholen und mir in ihrer besonderen Tongestaltung einen anderen szenischen Umgang erlauben. Das abstrakte Tanzvokabular dient als verbindendes Element, damit der Gesamtfluss erhalten bleibt. Durch den Einbau unterschiedlichster Tanztheater-Szenen, die sich nicht immer linear entwickeln, möchte ich einer vordergründigen Rhythmisierung vorbeugen. Ein schlichtes Tanzstück – kurzweilig, zärtlich und derb.


UNSPEAKABLE HOME
1. Teil »Lamenti über Liebe und Tod«
von Claudio Monteverdi
2. Teil »Neither« von Morton Feldman

Lamenti von Monteverdi Photo von Ida Zenna Neither von Morton Feldmann Photo von Ida Zenna Lamenti von Monteverdi Photo von Ida Zenna

»Unspeakable Home« (»Unsprechbares Zuhause«) heißt es in der 1977 entstandenen Oper »Neither« (»Weder«) von Morton Feldmann nach einem Text von Samuel Beckett. Dies ist eine Metapher für eine Zeit-Raum-Reise in extreme Bereiche des musikalischen Theaters. So werden fast 400 Jahre nach ihrer Entstehung Kompositionen des »Opernerfinders« Claudio Monteverdi neu gegenwärtig: aktuell und zeitnah. Musik, der man sich nicht entziehen kann: Das gilt für die Sinnsuche in der besonders markant für die Zeiten und Räume ineinander zwingende Opern-Tanz-Raum-Erfahrung in der Kirche St. Georg. Kreisläufe von gestern, heute und morgen verdichten sich zu einem »unaussprechbaren«, daher sich in der Sprache von Musik und Körpern einzigartig widerspiegelndem »Zuhause«.


Abspann

Apspann Photo von Ida Zenna Apspann Photo von Ida Zenna

Dieses Stück entstand nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, mein Festengagement als Tänzerin aufzugeben. Ich schaue darin auf alle Stücke zurück, die ich während meiner tänzerischen Laufbahn an Theatern getanzt habe. Es bietet Einblick in die oftmals schwierigen, zerrissenen, manchmal auch ulkigen und oft erfüllenden Momente während meiner tänzerischen Entwicklung. Die »tendus« zu Beginn und am Ende des Stückes machen deutlich, dass egal wie sich jeder Tänzer und jede Tänzerin entwickelt und unabhängig von der Tatsache, dass wir alle irgendwann aufhören zu tanzen und ein neues Leben beginnen, wir dennoch immer Tänzer sein werden. Das »tendu« bleibt in uns!

Aktuelle Projekte

»Hair«
Theater Koblenz

Musical von Galt McDermont, Gerome Ragni und James Rado

Musikalische Leitung: Christopher Wasmuth
Inszenierung: Markus Dietze
Choreografie: Annett Göhre
Bühne und Kostüme: Dirk Steffen Göpfert
Dramaturgie: Christiane Schiemann
Einstudierung der Chöre: Ulrich Zippelius


Premiere am 10.07.2014, 20:00 Uhr
Festung Ehrenbreitstein, Koblenz



»SCHWANENGESANG«
i-camp, Neues Theater München


Choreographie & Inszenierung: Annett Göhre
Tänzerin: Annett Göhre
Musik: Peter Iljitsch Tschaikowsky und Franz Schubert

Uraufführung am 26.06.14, 20:30
i-camp, Neues Theater München
Weitere Vorstellungen am 28.06.14 (Sa.) und 29.06.14 (So.)


»100° Festival 2014«
Berlin Sophiensäle

22.02.14 »Abspann«


»Open Studios«
Tanztendenz München

3.02.2014 bis 16.02.2014
15.02.14 Showing
18 Uhr, Eintritt frei
Lindwurmstraße 88


BMF-Beijing Music Festival
»Parsifal«

Musikalische Leitung: Gustav Kuhn
Inszenierung: Michael Schulz
Bühnenbild & Kostüme: Alexander Polzin
Licht: Urs Schönebaum
Choreographie: Annett Göhre
Chöre: Walter Zeh

Philharmonischer Chor Wien
China Philharmonic Orchestra


»WEAVE Project«

7 days. 60 artists.
1 abandoned building.
the focus: community and improvisation.
29 sept - 07 oct 2013


»Das Spiel von Liebe und Zufall«
Rheingau Sommer

Inszenierung: Michael Günther
Co-Regie und Choreographie: Annett Göhre
Bühne und Kostüme: Gabriele Vöhringer

Premiere am 27.07.2013


»Der große Gatsby«
Theater Baden Baden

Inszenierung: Claudia Brier
Bühne: Lisa Überbacher
Kostüme: Leah Lichtwitz
Choreographie: Annett Göhre
Musik: Michael Frei

Premiere am 17.05.2013


Richard Wagner
»Parsifal«
Osterfestspiele Salzburg 2013

Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Michael Schulz
Bühnenbild & Kostüme: Alexander Polzin
Licht: Urs Schönebaum
Choreographie: Annett Göhre
Chöre: Pablo Assante

Sächsische Staatskapelle Dresden
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Salzburger Festspiele Kinderchor
Neuinszenierung
Koproduktion mit der Semperoper Dresden

23. März / 1. April 2013, 17.00 Uhr
Großes Festspielhaus


Sergei Sergejewitsch Prokofjew
»Die Verlobung im Kloster«
The Perm State P. I. Tchaikovsky Opera and Ballet Theatre

Musikalische Leitung: Valerii Platonov
Inszenierung: Andrejs Zagars
Bühnenbild: Katrina Neiburga
Kostüme: Kristine Pasternaka
Choreographie: Annett Göhre

Premiere am 28. März 2013

Oper/Musical/Schausp.

»Hair«
Theater Koblenz, Festung Ehrenbreitstein, 2014

Hair, Foto Matthias Baus für das Theater Koblenz

»Parsifal«
Osterfestspiele Salzburg 2013

Parsifal Parsifal Parsifal Photo © Karl Forster

»Die Verlobung im Kloster«
Opernhaus Perm (Russland) 2013

Parsifal Parsifal

Choreographie
Schauspiel

2013
„Der große Gatsby“, Theater Baden Baden

2013
Co- Regie und Choreographie
„Das Spiel von Liebe und Zufall“
Rheingau Sommer Festival

2010
„Ein Sommernachtstraum“
Rheingau Sommer Festival

1998
„Der Untergang des Hauses Usher“
Schauspielhaus Chemnitz

Kritiken

PRESSESTIMMEN


»Hair«
Theater Koblenz, Festung Ehrenbreitstein

»...Von der anspruchs- wie effektvollen Choreografie von Annett Göhre profitieren alle, nicht nur die zehn mit sichtbarer Leidenschaft in dieser Produktion mitwirkenden Mitglieder des Ballettensembles...«
Rhein-Zeitung, Claus Ambrosius, 12.07.14


Hair, Foto Matthias Baus für das Theater Koblenz
Foto © Matthias Baus für das Theater Koblenz


»Schwanengesang«
i-camp, Neues Theater München

Schwanengesang, Foto Ida Zenna
Sämtliche Fotos © Ida Zenna


Selbstironische Bilanz
»...Das Erhaben-Schwerelose und der Boden der Tatsachen, der Zwang zur Anmut und der irrwitzige Trainingsalltag sind die Themen von »Schwanengesang« … Und auch das Balancieren zwischen selbstironischem Humor, persönlicher Betroffenheit und allgemeingültiger Analyse hat in Göhres zweiter Karriere als freie Choreografin bereits Tradition… Mal wird es ganz erhaben, mal eckig modern, mal bewegt sich nur der Kopf, oder die Arme hören gar nicht mehr auf zu rotieren. Und schließlich zerreißt es die Performerin bei diesem Parforceritt durch ihre eigene Tanz-Geschichte:... ein wundgearbeiteter Schwan.Es liegt viel Schmerz in diesem knapp sechzigminütigen Stück... und eine große Zerbrechlichkeit.... Und wenn der Applaus schon verklungen ist, den sich Annett Göhre mit dem Bühnenlicht selbst anknipst, bleibt die Tänzerin mit ihrem Zweifel ganz alleine: „Diese Beine, dieser Hintern, dieses Gesicht!“. Doch weil dieses sehr wohl charmante und graziöse Defizitgeschöpf auch damit eher leicht und humorvoll umgeht als selbstmitleidig oder pathetisch, würde man es bei seinem finalen Lachanfall gerne in die Arme nehmen.«
Süddeutsche Zeitung, Sabine Leucht, 28.06.2014


Lustvoll masochistisches Wesen
»Im Foyer des Münchner i-camp ziehen Ida Zennas groß projizierte Schwarzweiß-Fotos die Aufmerksamkeit auf sich: uneitel-schöne Bilder von Annett Göhre.... Im Theaterraum dann, hoch über der Bühne, blüht dieses Tutu wie eine plusterige weiße Rose – und fällt herab. Es ist das Symbol-Relikt ihrer aktiven Karriere… Welche physischen Strapazen Tänzer... auf sich nehmen, wie sie sich den noch so absurden Forderungen eines Choreografen-Gottes unterwerfen,... das zeigt Göhre: in ihren schlanken, zeitgenössisch wirr gebrochenen Bewegungen, die sie murmelnd und hechelnd in den Raum malt. Da rührt sie an... Und wenn sie sich selbst Applaus aus der Konserve zuspielt, ist das die beste Metapher für die immer quälenden Versagensängste...«
Münchner Merkur, Malve Gradinger, 27.06.2014

Das Tutu an die Wand geklatscht
»... Doch die weiße Tüllwolke fällt – und mit ihr all die Vorstellungen, die sich um den Traumberuf Tänzer spinnen lassen... Immer wieder neu arrangiert, wird die dunkle Bühne zu einem Erinnerungsraum. Nur das klingelnde Telefon holt die zwischen Hysterie und Melancholie schwankende Tänzerin in die Realität zurück... Grandios kollidieren immer wieder Traumbilder des Balletts mit der nackten Realität... Anrührend und nachdenklich stimmend ist das manchmal, komisch und skuril... Nach Beuys und Schlingensief und diversen Tänzer- Selbstreflexionen zeigt auch sie ihre Wunden, entblößt sich als unbrauchbar gewordene Tänzerin. Sensibel und ehrlich umkreist sie Momente ihrer Karriere...«
Münchner Feuilleton, Miriam Althammer, 07/2014

Schwanengesang, Foto Ida Zenna



»Goldfisch-Variationen«
Musiktheater im Revier 2011


Foto © Pedro Malinowski


»Mit „tanzenden” Armen beginnt dieser zauberhaften Abend, ein Feuerwerk zündet und kündigt symbolisch in Form knallbunter Schnipsel, die fröhlich entsorgt werden, diesen bunten Reigen an. Auch ein Goldfisch erscheint, wird uns in seinem Glas durch den Abend begleiten... Annett Göhre... stellt auf beeindruckend vielfältige Weise die Individualität der Tanzensemblemitglieder heraus. Sie entwickelte diesen Abend in nur 7 Wochen, wobei ihre sprudelnde Kreativität und ihr hoher Anspruch von den Tänzern bis zuletzt höchste Flexibilität forderten. Doch es hat sich gelohnt...Das Premierenpublikum honorierte diese beeindruckende Leistung mit einem anhaltenden, begeisterten Applaus. «
Regine Rudat-Krebs, Oktober 2011


»...Der augenzwinkernd witzige Titel hält, was er verspricht... Überhaupt ist es ein Riesenspaß, diese Tänzer und Tänzerinnen von ganz neuen Seiten kennen zu lernen... In zwei der schönsten Szenen erinnert Göhre an Pina Bausch: „For Pina“ zitiert deren legendäre „Nelken“... Hatten sich die unter dem roten Samtvorhang verborgenen, reglos ausgestreckten Tänzer zu Beginn langsam und steif wie Puppen erhoben, gefrieren sie am Ende plötzlich, als sei die Walze der Spieluhr abgelaufen... «
Frankfurter Neue Presse / tanznetz, Marieluise Jeitschko, 16.10.2011





UNSPEAKABLE HOME
»Lamenti über Liebe und Tod« /
»Neither« Musiktheater im Revier 2009

»... Da wurde gekämpft und gelitten, das Publikum saß mittendrin und wurde hineingerissen in die Welt unerhörter Liebe und unendlicher Verzweiflung. Die Choreografin Annett Göhre ließ das Ballett um einen schwarzen Schuh kämpfen und tanzen... Auch so kann man Verletzlichkeit verdeutlichen... Geschickt setzte das Regieteam Annett Göhre und Jan Adamiak dabei auf Assoziationen und ließ das Ballett Schindowski im Film auf einem durchsichtigen Vorhang tanzen- »Neither« wurde hier nicht nacherzählt und nicht interpretiert, sondern einfach nur begleitet. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel...«
WAZ, 21.12.09, Anne Bolsman


»... Damals beeindruckte die Tänzerin und Choreografin in der St. Georgs-Kirche mit einem zweiteiligen getanzten Musiktheater-Programm, das 400 Jahre Operngeschichte umspannte. Kompositionen Monteverdis, zusammengefügt unter dem Titel „Lamenti über Liebe und Tod“...choreografierte sie... als hochsensible Duette, Solos und Ensembles. Morton Feldman’s Einakter „Neither“ dagegen konterkarierte sie mit einem surrealistischen Video aus Tänzer-Gesichtern in Nahaufnahme, Gliedmaßen, Kleiderfetzen, verschwommenen Gesten und Posen. Wie die Zärtlichkeit und Melancholie in Monteverdis Musik so fing sie Feldman’s raumgreifenden, schwebenden Klang superb ein...«
Frankfurter Neue Presse / tanznetz, 16.10.2011, Marieluise Jeitschko


»... Die junge Choreografin Annett Göhre, die gemeinsam mit Jan Adamiak die Regie zu beiden Werken führte, verband die Lamenti und »Neither« zudem mit Tanzelementen... Die eindrucksvolle Symbiose von Ballett und Klang setzte Göhre auch bei »Neither« fort... Morton Feldmans Moderne und Monteverdis Frühbarockes Werk rückten bei dieser Inszenierung ein Stück näher zusammen...«
WAZ, 22.12.09, Anne Bolsmann






»Happy End«
Staatstheater am Gärtnerplatz, 2007

»...Nach der Pause, so lasen die Leute von Reihe eins bis neun auf Zetteln, möchten sie doch bitte auf die Bühne gehen und Annett Göhres »Happy End« zu Beethovens Fünfter (Allegro con brio) von dort aus betrachten. Die Tänzer spielten diesmal im Parkett. Verrückt-schöne Idee von der Göhre, die immer für einen Lacher gut ist, was sie zu so einem raren Exemplar unter den meist bierernsten Choreografen macht...«
Münchener tz, 13.02.07, Beate Kayser




»Ein Neuer Sommernachtstraum«
Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin, 2006

»...Göhre und Soto verbinden sozusagen handelndes Ballett mit sinfonischem... Die Choreographie figuriert darauf hauptsächlich impulsive Soli und Duette. Fiebern, Erschrecken, Zucken. Paare in verbogenen Widerstreit wie in verwundener Zuneigung. Arme als Ausrufezeichen. Emotionen als Exaltationen. Kontrapunktiert von Momenten der Besinnung, Elementen der Komik, und Schattenspiele sowie eine Prise Skakespeare-Text...gibt es auch... Ein zugespitzt bewegter »Sommernachtstraum«, in dem sich reale Wünsche komödiantisch maskiert tummeln. Tanztheater ohne Beliebigkeit. Hochtourig.«
Schweriner Volkszeitung, 20.06.06, Manfred Zelt




»Abspann«
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 2005

»Wenn es ein Wettbewerb gewesen wäre- und bei elf (!) Nummern hatte es diesen Charakter-, dann hätte Annett Göhre den ersten Preis abgeschleppt mit ihrem »Abspann«, einer herrlich ironischen, dabei hochästhetischen Reflexion aufs gängige Ballettrepertoire von »Bolero« und »Giselle« bis hin zur (Taylor-)Moderne, sie selbst ihr eigenes charismatisches Instrument... Während hinter ihr weiß auf schwarz der »Abspann« von 33 Stücken läuft, schiebt-biegt sie ihren Körper in die abartigsten Formen. Uhrwerkspräzise-schön, zu ihrem Lalala-Gesumme (vom Band) der jeweiligen Musik auch noch urkomisch-ernst...«
Münchner Merkur, 25.07.05, Malve Gradinger




»Kleinigkeiten«
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 2002

»...Nach der Pause dann Annett Göhres zauberhafte Kleinigkeiten... Zart, humorvoll, mit großen Kinderaugen. Unterstützt durch entsprechende (Film-)Musik und die große drehbare Leinwand (von Martin Kinzlmaier) mit silbernem Mondlicht, erfindet Göhre aber so zauberhaft skurrile Begegnungen, daß man gern nostalgisch wird...«
tanzjournal, Katja Werner




»Duett«
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 2001

»... Anrührend in seiner Mischung aus Komik und Tristesse und stark in seinem Mut zu Stille und sparsamer Gestik ist Annett Göhres selbst getanztes und gesungenes Solo »Duett«. Minutenlang sitzt sie da, in sich versunken, kommt dann allmählich, schnuppernd, schauend, zu sich, verzieht das Gesicht und flirtet schelmisch mit einem unsichtbaren Gegenüber. Der alte Ärzte-Song von »Buddy Holly‘s Brille«, vorgetragen mit vom Tanzen leicht atemloser Stimme, rührt sie schließlich selbst zu Tränen. So räumt dieser kurzweilige Abend ganz nebenbei mit alten Vorurteilen auf: Tänzer können nicht nur singen, sondern haben auch was zu sagen.«
Süddeutsche Zeitung, 16.07.01, Silvia Stammen


»...Meine Favoritin war eindeutig die aus Halle stammende Annett Göhre...mit ihrem »Duett« für sie selbst und ein unsichtbares Gegenüber- das einen bemerkenswert weiten Emotionsradius, auch ein paar belustigende Clowns-Episoden aufwies...«
tanznetz.de, Koeglerjournal, 17.03.02

Lebenslauf

Portrait Annett Goehre Photo von Ida Zenna

Eigene Produktionen / Choreographien


2014
Choreographie für »Hair«, Theater Koblenz

»Schwanengesang«, Soloabend im i-camp,
Neues Theater München

2013
Regiemitarbeit und Choreographie
»Das Spiel von Liebe und Zufall«
Rheingau Sommer Festival

Choreographie für »Der große Gatsby«
Theater Baden Baden

Choreographie für »Die Verlobung im Kloster«
Opernhaus Perm (Russland)

Choreographie und tänzerische Mitwirkung
»Parsifal«“ Osterfestspiele Salzburg

2011
»Goldfisch-Variationen«
Ballett im Revier, Gelsenkirchen

2010
Kurzfilm »7a.m.«“

2010
»Nicht nur Eva – Rita auch...«

2009
»Unspeakable Home«“
- „Lamenti über Liebe und Tod«
- Oper »Neither«
Ballett Schindowski, Gelsenkirchen

2009
»Sieben – Ein Tag wie jeder andere«
Gauthier Dance Stuttgart

2008
»Spinn i oder tram i«
Tiroler Tanztheater Innsbruck

2007
»Kleine Liebe und Tomaten«
Ballett Kiel

2007
»Happy End«
Ballett Theater München

2006
»Ein neuer Sommernachtstraum«
Choreographie und Inszenierung gemeinsam mit Cayetano Soto
Ballett des Mecklenburgischen
Staatstheaters Schwerin

2006
»Intermezzo«

2005
»Abspann«

2004
»Liebes-Skat«
(Spielzeit 2005/2006 Repertoire
BallettTheater München)

2003
»Solitär«

2002
»Kleinigkeiten«
BallettTheater München

2001
»Duett«

2000
»Wo der Wind die Kurve macht«

1998
Choreographie und tänzerische
Mitwirkung »Der Untergang des
Hauses Usher«


Freiberufliche Tänzerin


2014
100° Festival Berlin mit »Abspann«

2013
Beijing Music Festival und
Salzburger Osterfestspiele mit »Parsifal«

2012
Karlovac Dance Festival (Kroatien) mit »Abspann«

2011
»Secret Solo«, München

2010
Burghofspiele Eltville
Choreografie der Tanzszenen und Schauspielrolle
in »Ein Sommernachtstraum«

2009
14. Solo Wettbewerb Masdanza Festival, Gran Canaria

2009
Bregenzer Festspiele »Aida«

2008
»Mozart getanzt«, Nürnberg

2006
10. Internationaler Solo-Tanz-Theater Wettbewerb, Stuttgart

2006
»Lucky Trimmer«, Berlin


Festengagements als Tänzerin


2000 – 2005
Solistin
Staatstheater am Gärtnerplatz in München
tanzte in Stücken von: Philip Taylor,
Jiří Kylián, Jonathan Lunn,
Jennifer Hanna, Cayetano Soto,
Robert Cohen, Olga Cobos
und Peter Mika

1995 – 2000
Engagement am Opernhaus Chemnitz
tanzte in Stücken von:
Hermann Rudolph, Birgit Scherzer,
Ricardo Fernando und Torsten Händler
solistisch in:
»Romeo und Julia« als Amme
»Ein Sommernachtstraum« als Puck
»Instinct« und »Les Noces« als Braut
Rolle der Madeleine Usher in
»Der Untergang des Hauses Usher«

Sprechrollen

2014
»Schwanengesang«, Soloabend im i-camp,
Neues Theater München

2010
Elfe in »Ein Sommernachtstraum«
Rheingau Sommer Festival

2004
Anybodies in »West Side Story«
Staatstheater am Gärtnerplatz München

1998
Rolle der Madeleine Usher in
»Der Untergang des Hauses Usher«
Schauspielhaus Chemnitz

Ausbildung

1994 – 1995
Hospitantenvertrag an der
Deutschen Oper Berlin

1986 – 1994
Ausbildung zur Staatlich geprüften
Bühnentänzerin
Staatliche Ballettschule Berlin
Fächer: Klassischer Tanz, Pas de deux, Repertoire, Modern Dance, Jazz Dance, José-Limon-Technik, Historischer Tanz, Folklore, Charaktertanz

1982 – 1986
Besuch des Gymnasiums
»Karl Liebknecht« in Templin
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Lebenslauf (Deutsch/Englisch)
Stand 09/2014
Deutsch
Englisch

Kontakt


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Preise/Auszeichnungen

2014
Arbeits- und Fortbildungsstipendium der Stadt München
2011
Finale beim 4th Copenhagen International Choreography Competition mit »Nicht nur Eva- Rita auch...«
2011
Finale beim 15. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart mit »Nicht nur Eva- Rita auch...«
2010
2. Preis und Kinopreis beim 3. Internationalen Choreographic Captures Wettbewerb für den Kurzfilm »7 a.m.«
2009
Finale beim 14. International Masdanza Festival Gran Canaria mit »Abspann«
2006
Einladung zum Internationalen Shakespeare Festival in Santa Susanna (Spanien) mit »Ein Neuer Sommernachtstraum«
2006
Finale beim 10. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart mit »Abspann«
2002
3. Preis für Choreographie beim 6. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival Stuttgart mit »Duett«
2002
Bayerischer Kunstförderpreis als Tänzerin und Choreographin

Links

Körperbewusstsein und Präsenz

Seminare und Schulungen für Führungskräfte und Fachpersonal in der Hotellerie und Gastronomie

Körperbewusstsein


Institutionen

Musiktheater im Revier

Dance Station München


Choreographen und Tänzer

Caroline Finn

Rita Soares

Pedro Dias

David Middendorp

Cayetano Soto


Fotografen

Ida Zenna

Pedro Dias



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